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Liederkranz 1843 Oppau in diesem Jahr 175-jähriges (Rheinpfalz)

Als ältester Verein von Oppau und zweitältester Gesangverein in Ludwigshafen feiert der Männergesangverein Liederkranz 1843 Oppau in diesem Jahr 175-jähriges Bestehen. Das Jubiläum wird am Samstag, 20. Oktober, 19 Uhr, mit einem Festkonzert im Bürgerhaus gefeiert.

„Musik ist meine Welt“ – so lautet das Motto des Konzerts, das die Besucher auf eine musikalische Zeitreise durch die 175-jährige Geschichte des traditionsreichen Männerchors führt. Neben Melodien der Volksmusik und der Romantik sind auch Weinlieder, Schlager und Hits der 1920er-Jahre zu hören. Der Liederkranz wird geleitet von Dirigentin Petra Reith, Cyxuan To sitzt am Flügel. Das Blasorchester der Kolpingkapelle Oggersheim wird den Abend mitgestalten. Vier internationale Opernstars präsentieren zudem A-Capella-Versionen von bekannten Popsongs sowie Spirituals.

Karten für das Konzert kosten im Vorverkauf neun Euro und sind in Oppau bei Albert Osieka, in Edigheim bei Schuster Uhren, Schmuck und Augenoptik sowie zudem in der Pfingstweide bei Manfred Roller Schreibwaren erhältlich. |krde


175 Jahre an einem Abend (Rheinpfalz 24.10.2018)

«Oppau.» Im sehr gut besuchten Oppauer Bürgerhaus hat der Liederkranz 1843 am Samstag ein begeisterndes Jubiläumskonzert gegeben. Zum feierlichen Anlass hatte der Traditionsverein das brillante Gesangsquartett Toms and Jerry und die Kolpingkapelle Oggersheim eingeladen. Bürgermeisterin Cornelia Reifenberg (CDU) und Ortsvorsteher Udo Scheuermann (SPD) eröffneten die Veranstaltung.

Zu fortgeschrittener Stunde musste der Liederkranzvorsitzende Klaus Müller einräumen, dass die Organisatoren sich in der Zeitplanung verschätzt hatten. Gerade war die Kolpingmusikkapelle mit ihrem zweiten Set fertig geworden, eine Liedfolge schmissiger Schlager aus den 20er und 30er Jahren, mit der das Geburtstagskind das Konzert beenden wollte, stand aber noch bevor. Da hatte der Zeiger der Uhr die 22-Uhr-Marke allerdings schon überschritten. 175 Jahre kann man eben nicht in eineinhalb Stunden abfeiern.

Bevor der rund 25-köpfige Chor des Liederkranzes zum Endspurt ansetzte, oblag es Müller, allen Teilnehmern seinen Dank auszusprechen. Blumen erhielten Cyxuan To für ihre gefühlvolle Klavierbegleitung und Chorleiterin Petra Reith für ihre Geduld und ihr Engagement in zahllosen Proben. Für die Blasmusiker aus Oggersheim und ihren Dirigenten Markus Müller gab es einen zwei Liter fassenden Römer und ein Weinpräsent. Herzlichen Dank und frenetischer Beifall vom Publikum erntete auch Toms and Jerry, das faszinierende Gesangsquartett, das der Liederkranz zu seinem Jubelfest eingeladen hatte.

Jeder Sänger aus diesem Quartett steht auch als Solist auf großen Bühnen der Musikwelt. Tenor eins ist Michael Bennett. Einst Chorknabe in der Londoner Westminster Abbey gibt er heute weltweit Konzerte – etwa an der Bayrischen Staatsoper, im Théâtre du Châtelet in Paris und im Teatro la Fenice in Venedig. Daniel Hoadley ist der zweite Tenor. Einst Chorknabe in der Truro Kathedrale in Cornwall agiert er heute auf den Bühnen der Scottish Opera, der English National Opera und des Royal Opera House in Covent Garden. Der Bariton Reuben Willcox studierte Gesang in London und New York und hat feste Engagements in Coburg und Bonn, ist aber zudem als Gast am Nationaltheater Mannheim, an der Staatsoper Berlin und im Teatro Colon in Buenos Aires zu hören. Der vierte im Quartett ist Bass-Bariton Alex Mills. Er hat Engagements in Großbritannien und USA und ist als Opernregisseur tätig.

Die vier sympathischen Briten intonierten Pop-Songs, Weinlieder und Barbershopgesang. Darunter ein vor Temperament sprühendes Chianti-Lied, den bewegenden Spiritual „My Lord What A Mornin’“ und das „Fat Bottemed Girl“, ein knackiger Song der Rock-Giganten Queen. Auch den Pfälzer Sängerspruch von Gerd Nöther präsentierte das Vokalquartett in prächtigem Klang.

Einen großen Teil des Abends bestritt indes der Liederkranz 1843 Oppau selbst. Die gestandenen Sänger spannten den Bogen von den romantischen Anfängen der deutschen Männerchorliteratur bis hin zu Evergreens und Schlagern der Comedian Harmonists, von Udo Jürgens und Reinhard May. „Musik ist meine Welt“ von Johannes Kalpers, „Die Loreley“ und das „Ännchen von Tharau“ erklangen in schönem, sonorem Männerchorton. Mit „Wochenend und Sonnenschein“, „Ein guter Freund, ein guter Freund“ und „Sing mit mir“ endete das Konzert, zu dem die Kolpingkapelle Oggersheim einige prächtige Bläserwerke beitrug.

So machte der älteste Oppauer Verein, der zweitälteste von Ludwigshafen, seinem Namen alle Ehre. Zum Gelingen des Abends trug auch Conferencier Hubert Eisenhauer mit seiner gekonnten Moderation bei. Danach diente das Sängerheim im Untergeschoss des Bürgerhauses als Treffpunkt. Hier durfte der Tradition gefrönt und der Blick auf neue Herausforderungen gerichtet werden.

Ein gemeinsames Projekt mit den Heartlinern steht schon an. Hier will der Traditionsverein, der mit den Bläsern und Percussionisten der Marching Band das Gelände teilt und mit dem er bei Vereinsveranstaltungen schon zusammenarbeitet, auch musikalisch neue Wege beschreiten. Bläser und Sänger haben sich vorgenommen, künftig jährlich zwei gemeinsame Auftritte mit speziell dafür einstudierten Arrangements zu absolvieren, verriet der Liederkranzvorsitzende Klaus Müller.


Wintergrillen 2019 von (Oppau Info)

OPPAU – Gemütliches Mittagessen im Sängerheim mit Mitglieder und Freunde des Traditions-Gesangvereines

Im 176. Jahr des Bestehens des Gesangvereins Liederkranz 1843 Oppau e. V. wurde das neue Jahr mit einem Wintergrillen eröffnet.

Grillmeister Thomas Fröhlich nutzte den großen Sommerfest-Grill zum Grillen von Rollbraten und Vorsitzender Klaus Müller produzierte Bratwürste auf dem Holzkohlengrill.

Viele Sänger und Sängerfrauen, Mitglieder und Freunde des Liederkranz Oppau nutzten die Gelegenheit am Samstag, den 19. Januar 2019 um 12.00 Uhr zum gemütlichen Mittagessen und einem netten Gespräch bei einem Glas Wein oder Schorle im Sängerheim des Gesangvereines.

Jeder wurde satt und der Vorrat an Grillgut war am Ende auch völlig aufgebraucht. Der Gesangverein Liederkranz Oppau bedankt sich für Kommen und freut sich auf das 2. Wintergrillen im nächsten Jahr.


Munterer Mix aus schönen Melodien (Rheinpfalz 16 Mai 2018)

«Oppau.» Zum 68. Tag des Liedes haben am Samstag sieben Chöre auf der Bühne des Oppauer Bürgerhauses gestanden. Die Organisation der Veranstaltung, die mit Unterstützung der Seniorenförderung der Stadt veranstaltet wird, lag dieses Mal beim Männerchor 1879 Oppau. Als älteste Mitbürger im Saal wurden Ingeborg Wohlgemuth (91) aus Edigheim und Herbert König (88) aus Oppau geehrt.

„Halt den Mund sagt der Hund, halt das Maul sagt der Gaul, halt die Gosch sagt der Frosch“, heißt es im Lied vom Kuckuck, das die Edigheimer „Grünschnäbel“ intonieren. Der Kinderchor vom Liederkranz 1845 unter der Leitung von Elisa Held hat sich wieder einmal als Eisbrecher bewährt, das Publikum ist begeistert.

Als zweiten Chor bittet Hans-Peter Schmitt, Vorsitzender des Männerchors 1879, den Liederkranz 1843 Oppau auf die Bühne. Mit einem Frühlingsgruß von Robert Schumann, dem UFA-Hit „Ein Freund, ein guter Freund“ und einem „Hoch auf die Frauen“ zeigen sich die Herren des ältesten Oppauer Vereins in bester Verfassung. Die Chorleitung hat in Vertretung Männerchor-Dirigentin Barbara Renata Grabowski übernommen, die den Filmschlager vom „Guten Freund“ auch schwungvoll am Klavier begleitet.

Der Namensvetter aus Edigheim, der Liederkranz 1845, tritt als gemischter Chor in großer Besetzung an. Gut die Hälfte der Stimmen sind männlich wodurch der Chorklang eine warme, sonore Note erhält. Auch hier hat die Leitung Elisa Held. Nach zwei Weisen im alpenländischen Volkston erklingt mit „Husar“ eine flotte englische Melodie. Das Frage-Antwort-Spiel zwischen Mädchen und Husaren zeugt von der Originalität des Edigheimer Repertoires.

A-capella-Gesang der Spitzenklasse ist bei der Formation „Junger Chor/TakeFour“ unter Patrick Buttmann eine Selbstverständlichkeit. Gerade im vergangenen Jahr hat sich der vielprämierte Chor auf dem Internationalen Chorfestival in Riga eine Bronzemedaille in der Kategorie Folklore, ein Goldenes Diplom in der Vorrunde und ein silbernes als gemischter Chor ersungen. In schönstem Kontrast erklingt pfälzische neben afrikanischer Folklore und ein fulminantes „Mah-na-Mah-na“ mit humoristischen Einlagen von Matthias Hetzel und klangvollem Solo des Bassisten Stephan Föllinger.

Dann war, mit Barbara Renata Grabowski am Klavier, der diesjährige Gastgeber, der Männerchor 1879 Oppau, an der Reihe. Der gemischte Chor mit Frauendominanz intonierte „Sag mir Quando“, „Capri-Fischer“ und das beschwingte „Halleluja“ der israelischen Gruppe Milk & Honey – allesamt Garanten für viel Applaus. Für etwas südeuropäisches Kolorit sorgte der Chor Orpheus Ludwigshafen mit Liedern von Mikis Theodorakis und anderen griechischen Komponisten. Auch dieser Chor wurde in Vertretung von Barbara Renata Grabowski geleitet.

Immer wieder überraschend dann der Sängerbund 1900 Oppau, der mit kleinen Ensembles schönste Liedbeiträge auf die Bühne bringt. So etwa die Pop Voices mit „Stand by me“, „Country Roads“ und „The shoop shoop Song“. Stimmungsvoll klang der Tag des Liedes im Bürgerhaus mit dem Lied „Feieramnd“ aus, vorgetragen vom Gemischten Chor des Sängerbundes 1900, der wie die Pop Voices unter der Leitung von Gerd Weber singt. |enk